Archiv des Autors: Nasner

Mo Kilders: „Summer in the city“

Ausstellung vom 28. Juli bis zum 18. August 2019

Vernissage: 28. Juli 2019, 11.00 Uhr.
Einführung in die Ausstellung: Dr. Heidrun Wirth (Kunstjournalistin).

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

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Urbane Territorien sind das Thema der Werkreihe „SUMMER IN THE CITY“ von Mo Kilders. Die seit 2012 entstandene Serie klein- und großformatiger Gemälde zeigt unspezifische Gegenden der Großstadt, die durch Gehwege, Unterführungen und Straßenmarkierungen als öffentlicher Raum charakterisiert sind. Vereinzelte Menschen bevölkern die neutrale städtische Umgebung, ihre Bewegungen weisen auf einen zeitlich knapp begrenzten Aufenthalt hin. Es sind Ausschnitte symptomatischer Situationen an alltäglichen Schauplätzen im alltäglichen Rhythmus. Diese zufälligen Momente hat die Künstlerin mit voyeuristischem Blick fotografisch festgehalten. Die Fixierung der Szenen aus der Frontalen, von erhöhtem Standpunkt aus oder aus der Vertikalperspektive intensiviert die Wahrnehmung des inszenierten Zufalls.
Die Bilder stehen in der Tradition der figurativen Malerei. Doch auch Fragmentierung, Deformation und Abstraktion der menschlichen Gestalt sind wie das Spiel mit Bewegungsschärfe, Schärfe und Unschärfe von Schatten typische Stilelemente.

Mo Kilders 1970 – 1971 Studium an der Fachhochschule für Kunst und Design Köln – 1971 – 1975 Studium der Germanistik und Textilgestaltung an der Universität Köln mit 1. und 2. Staatsexamen – seit 2002 Studium der Malerei bei Volker Altrichter und Prof. Thomas Egelkamp an der Kunstakademie Artefact Bonn – 2009 Aufnahme in den BBK – 2013 Abschluss Masterstudium Freie Kunst, Kunstakademie Artefact Bonn – seit 2007 zahlreiche Ausstellungen

+++ Wenn Sie zu den Ausstellungen im Kunstraum eingeladen werden möchten, schicken Sie uns bitte einfach eine Mail: cornelia.nasner@t-online.de +++

Zsuzsi Livia Rákosfalvy: „et kütt wie et kütt“

Ausstellung vom 23. Juni bis zum 14. Juli 2019

Vernissage: 23. Juni 2019, 11.00 Uhr.
Einführung in die Ausstellung: Dr. Heidrun Wirth (Kunstjournalistin).

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

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„Die Kamele, die auf den Bildern von Zsuzsi Rákosfalvy das Nadelöhr durchschreiten, haben eine wundersame Reise hinter sich. Aus dem dunklen Reich der Sprache kommend sind sie eingetaucht in die leuchtende Welt der Bilder. Zwischen den Welten haben sie sich verwandelt. Ihr Wesen hat sich verflüssigt, das Sprichwort hat sich aufgelöst wie die Farben im Wasser, die zusammenfließen und auftrocknen im Bild Auf einem Seil, dünn wie ein Zwirn, erscheinen sie nun am Horizont der sichtbaren Welt. Hier vollführen sie einen Balanceakt zwischen Form und Inhalt, zwischen Text und Bild.
Wer sich das Sprichwort in Erinnerung ruft, mag vor allem die ausgelassene Travestie der Worte bewundern, die sich hier in Bilder kleiden … Auf der anderen Seite jedoch steht die stumme Poesie der Malerei und Zeichnung, ihre in Linie, Form und Farbe gespeicherte Schönheit und Ausdrucksenergie. …
Bei Zsuzsi Rákosfalvy erscheint das Dargestellte wie mit Kinderaugen gesehen. Der groteske und manchmal dramatische Schwung ihrer Malerei bewahrt einen Sinn für das Komische und das Gefährdete, wie Kinder ihn haben.“ (Tobias Gerstner, Brühler Kunstverein)

 1974 in Kolosvar (Rumänien) geboren – Gymnasium für Kunst und Musik in Neumark (Rumänien) – 1981 Kunstpreis der Stadt Jarsi (Rumänien) – 1982 Übersiedlung nach Deutschland – 1984/91 Studium Fachhochschule für Kunst und Design, Köln – Meisterschülerin bei Professor Werner Schriefers – 1990 Gründung der Künstlergruppe Bastarts – zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen

 

Traudel Lindauer / Angelika Wittek: „weiß“

Ausstellung vom 12. Mai bis zum 2. Juni 2019

Vernissage: 12. Mai 2019, 11.00 Uhr.
Einführung in die Ausstellung: Antje Soléau, Kunstjournalistin (Köln).

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

Foto Lindauer Porträt   Foto Lindauer 1   Foto Wittek 1   Wittek Porträt

Die beiden Künstlerinnen Traudel Lindauer und Angelika Wittek zeigen textile Kunstwerke und Kunst aus Naturmaterialien, überwiegend in weiß. Weiß mit seinen feinen Nuancen und vielfältigen Facetten – eine Herausforderung, der sie sich seit längerem stellen. Nicht nur die Farbe, auch die übertragene Bedeutung von Weiß gibt viel Spielraum für ihre künstlerische Arbeit. Mit Weiß verbinden sich in der Vorstellung Leichtigkeit, Klarheit, Ruhe, Stille, auch Reinheit und Sauberkeit. Weiß entspricht ihrer Liebe zu Transparenz, Weichheit und Zartheit. Weiß reflektiert das Licht, betont die Form und gibt Raum. Ein weites Feld.
In einer Fülle von Weiß gibt es z.B. textile Bilder, schwebende Kleidfragmente aus zarten Stofffetzen, ein Gewand aus Pusteblumen und viele weiße Textilobjekte. Weiße Musselinblättchen verwandeln trockene Buchenästchen in einen „Magic garden“. Die Objekte „Cottonfields“ aus Nesselstoffen spielen mit Licht und Schatten. Die Installation „Little Buddhas“ aus weißen Papierfiguren verweist auf die Buddanatur der Kinder im unschuldigen Spiel.

Traudel Lindauer – geb. 1942 in Dresden – lebt in Köln – Ausbildung als Fachlehrerin im bildhaften Gestalten und Werken – Ausbildung als Erzieherin – Leitung einer Kindertagesstätte in Köln – seit 1985 freischaffende Künstlerin.

Angelika Wittek – geb. 1949 – Pädagogin – Studium der Kunst, Kunstpädagogik und Kunsttherapie an der Universität Köln – Lehrtätigkeit – Studienreisen nach Afrika – Studium der Bildhauerei und Malerei an der Alanus Hochschule Alfter – Diplom Freie Kunst – freischaffende Künstlerin mit Atelier in Köln.

 

Dr. Ulrich Cremer: Plakate für Europa III

Ausstellung vom 28. April bis zum 9. Mai 2019

Vernissage: 28. April 2019, 11.00 Uhr.
Einführung in die Ausstellung: Dr. Ulrich Cremer.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

Statt einer Finissage laden wir am 9. Mai, dem „Europatag“, um 19.30 Uhr zu einer Gesprächsrunde ein, in der wir Europa aus Sicht unserer Nachbarn Frankreich, Italien und Schweden beleuchten möchten.

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„Wie ein Licht in dunkler, von zunehmenden egoistischen Nationalismen verfinsteter Zeit erscheint mir die Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Sie ist der Versuch, mit dem Vorrang des Unionsrechts vor nationalem Recht eine für alle Mitgliedstaaten gültige Werteorientierung festzulegen, die einerseits die einzelstaatlichen Gesetze und Gepflogenheiten respektiert, in einigen Bereichen aber auch darüber hinausgehende Regeln festschreibt. Nicht nur die Angriffe von außen gefährden den Dreiklang von Frieden, Freiheit und Bürgerrechten, für den die EU steht. Auch in manchen Mitgliedstaaten erodieren die europäischen Grundwerte, werden Rechte verwässert, Regeln neu interpretiert. Ein fataler Nationalpopulismus findet überall in Europa Nachahmer. Fake News und Propaganda beeinflussen verunsicherte Menschen. Die Artikel der Charta der Grundrechte der EU aber sind Fakt. Weil sie in ihrer bürokratischen Formulierung den Normalbürger jedoch nur schwer erreichen, war es mir ein Anliegen, sie so zu gestalten, dass sie im Zusammenwirken von Text und Bild emotional gelesen werden können und so zum wichtigen Argument gegen nationale Abschottung und für die Europäische Union werden.“
(Dr. Ulrich Cremer)

Dr. Ulrich Cremer 1942 in Königswinter geboren, Kunstgeschichts- und Architekturstudium, Archi-tekturdiplom an der TH Stuttgart, Promotion an der TH Darmstadt, Fotografie, Bücher, kulpturen, Plakate

 

Inge Brandt: „kunsTRÄUME“. Malerei – dekorative Malerei – Illustrationen

Ausstellung vom 31. März bis zum 21. April 2019

Vernissage: 31. März 2019, 11.00 Uhr.
Einführung in die Ausstellung: Inge Brandt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

Zusätzliche Sonderaktionen am Sa, 13.04. und So, 14.04.2019 von 10 – 17 h mit diversen Steinen und Edelstahlkugeln, Unikate, die in besonderer Art gestaltet wurden, passend zu den Bildern der Ausstellung.

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Inge Brandt: Studium Modegrafik, Grafik und dekorative Malerei an der Fachhochschule Köln – Fachbereich Kunst und Design. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Seit vielen Jahren in Bad Honnef als freischaffende Künstlerin tätig und dazu mehrere Jahre als Dozentin für Seidenmalerei an der VHS Siebengebirge. Mitglied im „Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis e.V.“ sowie über viele Jahre Mitglied in der „GKK – Gemeinschaft Königswinterer Künstler e.V.“ und im „CKI – Creativ-Kreis-International e.V.“
Die ausgestellten Werke sind fast alle in jüngster Zeit entstanden, als großformatige Bilder, mit Acryl auf Leinwand gemalt. Mit dem Bild „Honnefer Fassetten“ hat Inge Brandt markante Impressionen unserer Stadt künstlerisch dargestellt. Einige phantastisch-träumerische Zeichnungen mit Ölwachskreide ergänzen die Ausstellung.
Inge Brandt: „Beim Malen lasse ich gerne meiner Phantasie freien Lauf und so entstehen Bilder mit unterschiedlichen Impressionen und Stimmungen. In einer eher realistischen Richtung sind Landschaften zu sehen mit besonderen Strukturen, mitunter phantasievoll in geheimnisvolles Licht getaucht. Die andere Richtung ist der dekorativen Malerei zuzuordnen, wo phantasievolle Formen und Farbgestaltungen sowie auch Menschen und Masken in mitunter traumhaft wirkender Umgebung spielerisch dargestellt werden und so den Bogen zur illustrativen Malerei schlagen. Ästhetik und Harmonie sind für mich wesentliche Grundsätze meines Schaffens. So sind vielfältige Kunstwerke in ganz unterschiedlichen Techniken und Darstellungen entstanden, realistisch, abstrakt, verspielt und phantastisch.“

 

 

Isabella Hannig: „Bilder erzählen …“ – Retrospektive

Ausstellung vom 3. bis zum 24. Februar 2019

Vernissage: 3. Januar 2019, 11.00 Uhr.
Einführung in die Ausstellung: Michael Hannig.
Musikalische Umrahmung: Constantin Hannig, Klavier

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

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Isabella Hannig schuf den Hauptteil ihrer Bilder und Grafiken in der Zeit, in der sie in Bad Honnef – Rhöndorf lebte, immerhin mehr als 25 Jahre lang. Sie begann mit Ölbildern, bevor sie die Darstellungsmöglichkeiten der Aquarelle auf Seide faszinierten und sie schließlich ihre so genannten Fadengrafiken entwickelte.

Unabhängig von den verwendeten Techniken suchte Isabella Hannig die Vielfalt menschlicher Wirklichkeiten, das große Thema ihres Gesamtwerkes, darzustellen. Bildnerisch arbeitete sie mit Überschneidungen, Symbolen und besonders mit unrealistischen Verbindungen realistischer Details, die die Komposition mehrerer Betrachtungsebenen in einem Bild zulassen. Die Fadengrafiken waren darüber hinaus für sie ein Mittel, Erinnerungen festzuhalten.

Alle Bilder der Künstlerin sind gegenständlich, sie erzählen. In einem Teil der Werke sind Texte bildnerisch eingefügt. Andere Werke beziehen sich auf Texte, z.B. der Autorinnen, mit denen Isabella Hannig oft eng zusammenarbeitete.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

„Keltische Harfen erklingen und erzählen“
Das Harfenduo „Bettelmanns Hochzeit“
(Antje ten Hoevel und Uwe Jendricke)
musiziert, abgestimmt auf das Thema der Ausstellung.
Kunstraum Bad Honnef – Samstag, 9. Februar, 19.00 Uhr
(Eintritt frei, Spenden erbeten)

„Malerei und Dichtkunst fanden zusammen“
Michael Hannig, der Mann der Künstlerin, führt durch die Ausstellung.
Anhand der Exponate erläutert er, wie seine Frau zusammen mit befreundeten Dichterinnen ihre Werke schuf, ihre Bilder erzählen ließ.
Kunstraum Bad Honnef – Dienstag, 12. Februar, 19.00 Uhr
(Kursangebot der VHS Siebengebirge, Eintritt frei)

„Gedichte und Erzählungen zur Finissage“
Anne Jüssen, Ursel Langhorst und Dr. Gundel Linhart
lesen aus ihren Werken
Kunstraum Bad Honnef – Sonntag, 24. Februar, 11.00 Uhr
(Eintritt frei)

 

Irena Paskali: „URBAN / NATURE DIALEKTIK“ – Fotografie und Zeichnung

Ausstellung vom 6. bis zum 27. Januar 2019

Vernissage: 6. Januar 2019, 11.00 Uhr.
Zur Einführung spricht die Künstlerin selbst.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr

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Irena Paskali: „Ich lasse mit den Fotos innerhalb meiner Projekte die klassischen Zielsetzungen zeitgenössischer Fotografien hinter mir, die räumlich figurative Formen der industriellen oder postindustrielen Zivilisation darstellen, die oft außerhalb unserer primären Wahrnehmung stehen und der Gesellschaft bislang unbekannte Formen ihres Daseins im bekannten Interaktionsrahmen des Menschen vor Augen führen.
Ich gehe einen Schritt weiter und gebe die festgefügten Formen städtischer Landschaften in ihren figurativen und bekannten Formen auf. Durch das Aufgeben der Formensprache zeige ich Systementwürfe städtischer Landschaften und der darin lebenden Menschen in ihrer höchsten Abstraktionsstufe und stelle damit das, was Dinge, Eigenschaften oder Prozesse ihrem Wesen nach sind und in welcher Beziehung sie nach unserem Verständnis zueinander stehen, in Frage.
Meine Werke begreife ich als Aufforderung zur Reflektion unserer Grundbegriffe im Zusammenleben und stelle die Frage, aus welchem Stoff oder Element das Weltganze überhaupt besteht.“
Gezeichnet sind diese Werke mit Holzkohle, die hunderte, ja tausende Jahre alt ist.

Irena Paskali: „Die ungeheure Zeitspanne, die in diesem Material liegt, fasziniert mich. Ich habe beim Zeichnen ein Stück vergangener Zeiten in Händen und schaffe mit diesem kleinen Stück Kohle, das vielleicht aus einem Möbelstück oder einem Knochenrest stammt, etwas Neues.“

Irena Paskali geboren 1969 in Mazedonien – lebt und arbeitet seit 2004 in Köln. 2007 Kunsthochschule für Medien, Köln. 2000 Akademie der Bildenden Künste, Skopje – 1995 Universität der Naturwissenschaften, Skopje. Zahlreiche Auszeichnungen, Stipendien in Deutschland und im Ausland.

 

Gerda Holder / Andrea Pokorny: „Ansichtssachen“

Ausstellung vom 25. November bis zum 16. Dezember 2018

Vernissage: 25. Novemer, 11.00 Uhr.
Zur Einführung spricht Martina Rohfleisch.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr     
               
    Holder Pokorny 3   Holder Pokorny 1   Holder Pokorny Porträt   Holder Pokorny 2 

Die beiden Künstlerinnen Andrea Pokorny und Gerda Holder haben nicht immer dieselben Ansichten, aber sie teilen sie – in einer ganz speziellen Weise. In der Malerei verwenden sie sehr unterschiedliche Bildsprachen, stellen jedoch beide den Ausdruck in den Vordergrund. Sie kombinieren Konkretes mit Abstraktem und nutzen verschiedene Farbräume, um Spannung aufzubauen oder Stimmungen einzufangen. Dabei geht es weniger um eine naturgetreue Abbildung des Wahrgenommenen, sondern um die freie Interpretation eines Themas. Hin und wieder schaffen die beiden Künstlerinnen Gemeinschaftsarbeiten, malen gleichzeitig an einem Bild. So entstehen ungewöhnliche Kompositionen voller Dynamik und Spannung.

Gerda Holder beginnt oft aus einer Stimmung heraus und nutzt Themen als Aufhänger. Sie drückt sich bevorzugt in den Farben und in der Variation von Materialien aus und integriert einen abstrakten Aspekt in ihre Malerei. Ihre Arbeitsweise berücksichtigt und thematisiert die unterschiedlichen Prozesse während der Entstehung eines Bildes. Am Ende entsteht ein authentisches und oft auch sie selbst überraschendes Werk.
„Ich male, seit ich denken kann.“ Die Künstlerin besucht seit vielen Jahren Malkurse, u.a. bei Ulrich Paul, Annette Stachs, Andreas Rein und Professor Jo Bukowski. „Meine Bilder sind Ausdruck von Seelenzuständen, die den Betrachter beim Anschauen zu eigenem inneren Erleben einladen.“

Andrea Pokorny beginnt eher gegenständlich. Sie entscheidet sich für ein Thema und bringt es mit verschiedenen Farbklängen und Linien auf die Leinwand – im Fokus liegt in ihren Bildern die Erzeugung von Leichtigkeit und die Annäherung an ein Thema durch das Spielen mit verschiedenen Stilrichtungen.
Studium der Betriebswirtschaftslehre, 2007 Einrichtung ihres eigenen Ateliers in Rheinbreitbach, Workshops im Kunstmuseum Bonn sowie im offenen Atelier Hohenhonnef, seit 2011 zahlreiche Kurse und Seminare, seit 2013 Dozentin in der Familienbildungsstätte Linz (Kinderworkshops), seit 2018 Intensivstudium Malerei und Zeichnung an der freien Kunstakademie Artefact in Bonn.

 

Helmut Georg 1915 – 1989. Retrospektive

Ausstellung vom 12. Oktober bis zum 4. November 2018

Vernissage: Freitag, 12. Oktober, 19.00 Uhr, Kunstraum Bad Honnef, Rathausplatz 3.
Zur Einführung spricht Dr. Helga Kaiser-Minn.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Vernissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Öffnungszeiten: Do – Fr 16 – 19 Uhr, Sa – So 10 – 13 Uhr     
               
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Helmut Georg 1915 (Lünen) – 1989 (Bad Honnef), 1936 – 1939 Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, 1939 Einberufung in den Kriegsdienst als künstlerischer Kiregsberichterstatter bei der Luftwaffe.
Georg begleitete Einsätze in der Sowjetunion, in Deutschland und in Nordafrika. Von den zwischen 1941 und 1943 entstandenen Arbeiten im spätimpressionistischen Stil sind 52 erhalten und befinden sich im Bayrischen Armeemuseum in Ingolstadt.
Nach dem 2. Weltkrieg ließ Helmut Georg sich in Bad Honnef nieder, sein Atelier befand sich in der Mülheimer Straße. Dort entstanden symbolhafte Bilder, in denen er sich mit Zerstörung, Tod und Täuschung auseinandersetzte. Stilistisch beeinflusst wurde er in dieser Phase durch die Expressionisten.
Ab 1948 beschäftigten sich seine Bilder zunehmend mit dem modernen Leben, der Industrialisierung und der Technik. „Tankstelle“, „Bahnhof“ und „Industrielandschaft“ sind die neuen Themen. Die jeweils noch klar erkennbaren Objekte werden durch starke Abstrahierung zum Typischen überhöht.
Ende 1953 zog Helmut Georg sich aus der Öffentlichkeit zurück. Ab den späten 1950er Jahren setzte er sich häufig kritisch mit religiösen Themen auseinander.
Anfang der 1960er Jahre wendet er sich der gegenstandslosen Malerei des Informel zu. Und ab 1969 wechselt er die Bild- und Formensprache noch einmal: Unter dem Eindruck von Fotos aus den Ruinen von Hiroshima malt er mit akribischer Perfektion in Acryltechnik das Bild „Hiroshima“.
Es folgen apokalyptische Bilder einer entfesselten Technik wie das Werk „Pipelines“, auf dem blauglänzende Röhren den rotglühenden Erdboden bis über den tiefvioletten Horizont überziehen.

„Das zurückgezogene Leben des Malers und seine Entscheidung, an Ausstellungen nicht teilzunehmen, führten dazu, dass der Künstler fast gänzlich unbekannt blieb und auch seine künstlerischen Anfänge, die Ende der 1940er Jahre das Interesse der staatlichen Kunstförderung erregt hatten, vollkommen in Vergessenheit gerieten.“ (Dr. Maria Engels)

 

Karl-Heinz Hochstädt: „Weltsicht“

Ausstellung vom 2. bis zum 7. Oktober 2018

Finissage: Sonntag, 7. Oktober 2018, 11.00 Uhr. Kunstraum Bad Honnef, Rathausplatz 3.
Zur Einführung spricht der Künstler selbst.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zu der Finissage zu kommen oder sich die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstraums anzuschauen.

Besondere Öffnungszeiten: Die – Fr 16 – 19 Uhr, Sa 10 – 13.00 Uhr, So 11 – 13 Uhr (Finissage)     
              
  Foto Hochstädt 4   Foto Hochstädt 2   Foto Hochstädt 3   Foto Hochstädt 4         Karl-Heinz Hochstädt – ein Künstler aus unserer Partnerstadt Wittichenau    

„Ein Suchender bin ich … Sehe ich das Licht, bin ich ein Glücklicher mit kindlichem Gemüt. Oft bin ich erschöpft an der letzten Schwelle, da die Kämpfe, Kraft kostend, verzehren. Manchmal bin ich verzweifelt, da das Unvollendete in mir den Zauber und die Sehnsucht danach erkennen lassen.“

„Durch meine künstlerische Hingabe werde ich reicher. Ich lebe nicht auf der Vorteilssuche. Den Wahrheiten des Lebens versuche ich, auf den Grund zu gehen. Lügen missfallen mir. Sie hängen mit der Unmenschlichkeit zusammen. Meine künstlerischen Emotionen verleihen meinen Ideen Kraft. In der Politik misstraue ich den Emotionen. Meine Lebenssinnfrage ist sehr komplex. Unendlich kostbar ist das Leben für mich. Dafür öffne ich mein Herz. Im Jetzt und Hier und in der Wandelbarkeit des Lebens erhalte ich meine künstlerische Nahrung. Im Ringen um die Auseinandersetzungen mit der künstlerischen Form werde ich in Konflikte gebracht, die manchmal bis zur Zerreißprobe führen. Meine Bilder bedeuten eine subjektive Sicht auf die Welt.“
(Karl-Heinz Hochstädt)

Karl-Heinz Hochstädt
1946 in Waldenburg in Schlesien geboren, 1971 Dipl.-Lehrer für Kunsterziehung / Deutsch am Lessing-Gymnasium in Hoyerswerda, 2007 freischaffend in Spohla, Beteiligung am Kunstmarkt und Kunstlandstrich

Zahlreiche Einzelausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen, Arbeiten im Bereich Malerei und Grafik (Zeichnungen, Holzschnitt, Holzstich)